Atari ST

Nachdem die Runde der Schlacht der Computergiganten in der Disziplin 8-bit Computer relativ deutlich an Commodore mit seinem C64 gegangen war, wurden ab Mitte der 80er Jahre die Karten im Bereich 16-bit neu gemischt. Atari warf mit seiner ST Reihe im Jahre 1985 den Hut in den Ring. Die Typenbezeichnung „ST“ setzt sich zusammen aus „Sixteen/Thirty-Two“, was die interne und externe Breite des Datenpfads der Motorola 68000 CPU angibt.

Die ST Modelle wurde mit einer Reihe an interessanten technischen Features ausgeliefert. Die serienmäßig integrierte Midi-Schnittstelle machten den Atari ST zum perfekten Werkzeug in Tonstudios. Selbst Musikgrößen wie Mike Oldfield oder Depeche Mode nutzten den Atari ST in ihren Werken. Aber auch für andere Anwendungen wie Kameras oder Grafiktablets waren von Beginn an Schnittstellen vorhanden. Darüber hinaus verfügte der Atari ST von Beginn an über eine grafische Benutzeroberfläche. Das Betriebssystem TOS (Tramiel Operating System), benannt nach dem damaligen Atari-Chef Jack Tramiel, war fest in die grafische Benutzeroberfläche GEM integriert. Trotz all dieser Vorteile lag der ST, im Vergleich mit etwa dem Apple II, preislich im durchaus erschwinglichen Bereich.

Zwischen 1985 und 1986 erschienen mehrere Varianten des Atari ST, die sich im Wesentlichen durch die Größe des Hauptspeichers, die Ausführung des Diskettenlaufwerks und dem Einbau eines HF-Modulators (zum Betrieb auf einem Fernseher) voneinander unterschieden. Ab 1987 wurde dann mit der Atari STE Reihe das Nachfolgemodell des ST entwickelt und 1989 auf dem Markt gebracht, bis die Entwicklung der Reihe schließlich im Jahre 1994 – bedingt durch die schlechten Verkaufszahlen des STE Nachfolgers Atari Falcon 030 - aufgegeben wurde.

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